Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen (Yoda)

Liebe Tennis-Aktive,

immer wieder haben wir seit Einführung der Leistungsklassen (LK) in unserer Mannschaft diskutiert, wie wir denn in der kurzen Saison auf die erforderlichen LK-Punkte kommen sollen. So manch einer schien am Ende der Saison doch gefrustet, wenn er seine Leistungsklasse nicht halten konnte. Zumal damit dann ja eventuell auch eine Änderung der Mannschaftsaufstellung verbunden war.

Die Lösung für uns Hobbyspieler lautet daher: Teilnahme an einem LK-Turnier!

Man muss es dann aber auch einmal tun!

Also habe ich mich für den 1. Wahlstedt Cup 2018 angemeldet. Einmal ist immer das erste Mal 😎 

Für diejenigen, die es noch nicht kennen: Ein LK-Turnier unterscheidet sich grundsätzlich von den klassischen KO-Turniern. Alle gemeldeten Spieler/innen werden nach Altersklasse und Leistungsstärke in 4er- oder 3er-Gruppen zusammengefasst. Jeder hat dadurch zwei Spiele und kann somit innerhalb von knapp fünf Stunden die LK halten, verbessern oder den Abstieg in eine schlechtere LK verhindern.

Bei den eintägigen LK-Turnieren gibt es also am Ende nicht den Turniersieger bzw. die Turniersiegerin.

Durch die dichte Ansetzung sind auch alle gemeldeten Spieler/innen von Anfang bis
Ende dabei und sollen so für einen geselligen Charakter im Umfeld sorgen. So die Theorie…

Also machte ich mich am Sonntagnachmittag auf nach Wahlstedt und es war schon etwas seltsam, so ganz ohne Mannschaft loszufahren. Erfahrenere Tenniscracks mögen darüber lächeln, als ehemaliger Fussballer habe ich Tennis jedoch auch nur im Mannschaftsverbund kennengelernt. Mit der Anmeldung von Gero waren die Sether Farben zumindest zweimal vertreten, wenngleich Gero noch unter Schirnauer Flagge angemeldet war und wir uns auf dem Platz nicht begegnen würden 😉

Die Anmeldung erfolgte schnell und unkompliziert und so konnte ich noch kurz einen Blick auf Geros erste Begegnung werfen, dort stand es gerade 5:5 im ersten Satz. Danach ging es jedoch für mich in mein erstes Spiel.

Gegen Kay aus Hoisbüttel (LK22) erwischte ich einen guten Start, den zweiten Satz wollte aber keiner von uns aufgeben und so brachten wir den Turnierplan etwas aus Rythmus… Am Ende konnte ich das Spiel mit 6:3 und 7:5 für mich entscheiden und hatte meine ersten LK-Punkte in einem Turnier erbeutet.

In der viel zu kurzen Pause (ich war völlig platt…) konnte ich leider keinen Blick mehr auf Geros Spiel werfen, ich musste ersteinmal den Flüssigkeitshaushalt regulieren… die Flasche Wasser schien zu verdunsten!

Im zweiten Spiel war dann leider nichts zu holen. Rüdiger aus Lübeck (LK23) hätte mich vermutlich auch im ausgeruhten Zustand vor eine große Aufgabe gestellt. Meine schweren Beine und seine genaues Spiel passten aus meiner Perspektive nicht sooo gut zusammen, Rüdiger sah das (nach seinem Siegesjubel zu urteilen) ganz anders 😉
So beendete ich mein erstes LK-Turnier mit 0:6 und 2:6.

Fazit: Eintägige LK-Turniere in diesem Rahmen machen wirklich Spaß. Die Atmosphäre war entspannt, der Umgang der Spieler miteinander war (so weit ich es beobachten konnte) fair. Aus meiner Sicht jedoch überhaupt nicht vorhanden, war der oben erwähnte gesellige Charakter. In den Hallen waren aufgrund der Architektur kaum Zuschauer und die meisten Spieler schienen auch ohne Begleitung zum Turnier gekommen zu sein. Da werden die Sommerturniere sicherlich ganz anders aussehen. Es ist auf jeden Fall eine echte Abwechslung gegenüber den vereinsinternen Winterrunden.

Für mich war es garantiert nicht das letzte LK-Turnier und vielleicht fahren wir dann auch mit mehreren Damen und Herren aus Seth?

Aber: Viel zu lernen du noch hast! (Yoda)

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